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Abwehr gesundheitlicher Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner

Gespinnstfäden Eichenprozessionsspinner

Zum Schutz vor den Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner wird die Durchführung biochemischer Maßnahmen durch Luftfahrzeuge zur Bekämpfung des Forstschädlings Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processiones L.) von der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, der Stadt Jessen (Elster), der Stadt Kemberg und der Stadt Oranienbaum-Wörlitz als Eigentümerinnen der befallenen Flächen angeordnet. Der konkrete Termin der Befliegung wird in der Tagespresse bekannt gegeben. Es wird das Bekämpfungsmittel „Foray ES / 76B“ oder alternativ „Dipel ES“  (Wirkstoff jeweils: Bazillus thuringiensis subspecies kurstaki) eingesetzt

 a) bevor sich die Brennhaare entwickelt haben und

 b) in den für die allgemeine Öffentlichkeit frei zugänglichen Siedlungsrandbereichen, Friedhöfen,               Parks, Gärten, Sport- und Badeanlagen sowie entlang von überörtlichen Rad- und Wanderwegen              (Elberadwege, Schwarze-Elster-Radweg, Rund um den Ochsenstall, Förster-Wöbke-Weg, Wildeberg-     Rundwanderweg) wo die menschliche Gesundheit besonders gefährdet ist.

Die Zuständigkeit  verbleibt bei den örtlichen Ordnungsbehörden, insbesondere für die Bekämpfung in für die allgemeine Öffentlichkeit nicht frei und uneingeschränkt zugänglichen Bereichen oder für die mechanische Beseitigung von Raupen und Nestern.

Das Bekämpfungsmittel wird vom Hubschrauber aus auf die befallenen Bäume aufgesprüht. Während der Behandlung uf diesen Flächen sowie innerhalb von 12 Stunden nach Behandlung sind das Betreten und der Aufenthalt Dritter auf den behandelten Flächen und innerhalb einer umgrenzenden Zone von mindestens 20 m Breite verboten. Die Flächen sind mit geeigneten Maßnahmen (z. B. Aufstellen von Warnschildern und Verwendung von Absperrband) abzusperren. Die Öffentlichkeit ist in geeigneter Weise, z. B. durch Warnschilder vor Ort vor, während und bis mindestens 48 Stunden nach der Behandlung über den Einsatz zu informieren. Für die Zeit des Einsatzes können Straßen, Wege und Freiflächen bis längstens 24 Stunden gesperrt werden. Den Weisungen der Bediensteten ist unbedingt Folge zu leisten. Das Parken bzw. Halten von Fahrzeugen im Bekämpfungsbereich ist untersagt. Unmittelbare Anwohner haben die Fenster und Türen der Wohnhäuser während der Bekämpfungsmaßnahme und 6 Stunden danach geschlossen zu halten.

Die genauen Orte der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beruhen auf den Meldungen der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz sowie den genannten Städten und ergeben sich aus den beigefügten Karten.

Die Bekämpfung erfolgt im Zeitraum vom 28.04.2019 bis 31.05.2019. Die konkreten Termine richten sich nach der Larvenentwicklung.

In Bereichen, die dem Naturschutz dienen, gilt:

a) nur Bereiche mit besonderer Gefährdungslage für die menschliche Gesundheit werden behandelt.

b) eingesetzt werden nur besonders qualifizierte Bekämpfungsunternehmen.

c) der Einsatz an besonders sensiblen Stellen wird fachlich überwacht.

d) spezielle Vorschriften zur Schädlingsbekämpfung in Naturschutzgebieten und artenschutzrechtliche Vorschriften sind zu beachten.

Der Eintrag von Bekämpfungsmitteln in Gewässer ist zwingend zu vermeiden. Mindestabstände von 10 m zu Gewässern sind einzuhalten. Ausgenommen hiervon sind nur gelegentlich wasserführende, aber nicht periodisch wasserführende Oberflächengewässer. Sollte die Einhaltung des Mindestabstandes nicht möglich sein, so ist das Gewässer entsprechend abzudecken.

Entlang der Rad- und Wanderwege darf nur in einem Streifen von 150 m rechts und links des Weges gesprüht werden.

Die Anwendung des Mittels auf derselben Fläche darf nur zweimal innerhalb eines Jahres erfolgen. Die Anwendung ist nachvollziehbar zu dokumentieren. Es sind mindestens der Ort der Ausbringung, das Datum und die eingesetzte Menge des Produktes festzuhalten.

Die sofortige Vollziehung dieser  Allgemeinverfügung wird angeordnet.  Die Originalverfügung und Karten können in der Kreisverwaltung Wittenberg, Breitscheidstraße 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Zimmer B0-65, während der üblichen Bürozeiten eingesehen werden. Ansprechpartnerin ist Frau Sylvia Zeymer, Tel. 03491 479380.

 

Symbol Beschreibung Größe
Allgemeinverfügung des Landkreises Wittenberg zur Abwehr gesundheitlicher Gefahren durch den Eichenprozessions.pdf
53 KB
Stadt Oranienbaum - Wörlitz Bekämpfungsgebiete Eichenprozesssionsspinner.pdf
8 MB
Stadt Kemberg Bekämpfungsgebiete Eichenprozesssionsspinner.pdf
1.6 MB
Stadt Jessen (Elster) Bekämpfungsgebiete Eichenprozesssionsspinner.pdf
3.4 MB
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz Bekämpfungsgebiete Eichenprozesssionsspinner.pdf
8.6 MB

© Ronald Gauert E-Mail

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